Die Entwicklung der Herrschaft der Athener im Ersten Delisch-Attischen Seebund: Von der Grndung bis zur Verlegung der Bundeskasse nach Athen (478/77 v. Chr. bis 454 v. Chr.)

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Author: Heidi K”pp

Publisher: Diplomica Verlag

ISBN: 3842891938

Category: History

Page: 96

View: 3999

In der vorliegenden Studie wird die Entwicklung der Herrschaft der Athener innerhalb des Ersten Delisch- Attischen Seebundes im zeitlichen Rahmen von der Grndung bis zur Verlegung der Bundeskasse untersucht. Um die politische Stellung Athens bei der Grndung des Seebundes nachvollziehen und damit einen Entwicklungsstand fr dessen herrschaftliche Macht herleiten zu k”nnen, ist es zun„chst von N”ten, die Entwicklung der politischen Stellung Athens innerhalb der Hellenensymmachie zu untersuchen. Im Folgenden werden der Aufbau und die Organisation des Seebundes besprochen. Da die Funktionsweise des Seebundes letztlich auf dessen Organisation beruht und diese somit die Grundlage fr die Herrschaft der Athener in der Symmachie bildete, steht sie im Zentrum dieser Studie. Es folgen weitere Betrachtungen von dessen Zielen und von den Motiven Athens, da diese einen wichtigen Indikator fr die weitere Entwicklung Athens im Seebund darstellen. Das sich anschlieáende Kapitel besch„ftigt sich mit der Herausstellung der Modifizierung des Seebundes und zeigt neue Elemente bzw. neue Herrschaftsmittel Athens auf, welche sich in dem Zeitraum von 476- 462 v. Chr. herauskristallisieren. Ziel dieses Untersuchungsabschnittes ist es, die Wechselwirkungen von Aktionen des Seebundes und internen Vorg„ngen, die vor allem die athenische Herrschaft betreffen, aufzuzeigen, um am Ende dieses Kapitels eine genaue Darstellung der Ereignisse dieses Zeitraumes zu erhalten und die neuen Herrschaftsmittel Athens aufzuzeigen. Das prim„re Anliegen des letzten Kapitels liegt in der šberprfung, ob bzw. wie sich die Herrschaft Athens im Seebund bis zu der Z„sur, die im Jahre 454 v. Chr. gemacht wird, weiterentwickelt hat und die Kl„rung der Frage, ob Athen denn schon seit der Grndung des Seebundes eine Alleinherrschaft innerhalb der Symmachie angestrebt hatte. Da vor allem zum Ende des Untersuchungszeitraumes hin neben den erneut aufkommenden Auseinandersetzungen zwischen den Persern und dem Seebund die Beziehungen zwischen Sparta und Athen die weitere Modifizierung des Seebundes beeinflussen, letzteres aber in geringerem Maáe von Relevanz fr das Hauptanliegen dieser Arbeit ist, wird zu Beginn dieses fnften Kapitels ein Abriss ber die Entwicklung der Beziehung zwischen Sparta und Athen im Spiegel der Entwicklung des Seebundes gegeben. Dabei wird auáerdem ein kurzer Einblick in die innenpolitische Entwicklung Athens gegeben. Im Mittelpunkt dieses letzten Themenkomplexes stehen die Ereignisse der Žgyptischen Expedition und der Verlagerung der Bundeskasse nach Athen, welche unter den bereits besprochenen Gesichtspunkten betrachtet werden. Nach einer Zusammenfassung der get„tigten Ausfhrungen wird dem Leser ein Ausblick auf die weitere Entwicklung des Seebundes gegeben.

Die Demagogen und das Volk

Zur politischen Kommunikation im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr.

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Author: Christian Mann

Publisher: Oldenbourg Verlag

ISBN: 3050048573

Category: History

Page: 347

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In der athenischen Demokratie des 5. Jahrhunderts besaß jeder Bürger das Recht, in Volksversammlungen zu reden, in der Praxis aber ergriff nur eine kleine Minderheit das Wort. Diese Männer wurden Demagogen genannt. Sie erfüllten als politische Experten eine wichtige Funktion bei der demokratischen Entscheidungsfindung, indem sie das Volk in den Versammlungen mit Informationen versorgten, politische Konzepte vorstellten und alternative Handlungsoptionen aufzeigten. Nach herkömmlicher Forschungsmeinung entstammten die Demagogen lange Zeit der alten Aristokratie; politische Macht habe auch in der Demokratie zunächst noch auf vornehmer Abkunft, Reichtum, überlegener Bildung und adligen Freundeszirkeln beruht. Erst nach dem Tod des Perikles 429 v. Chr. hätten Aufsteiger mit populistischen Methoden Einfluss auf das Volk gewinnen können. In Auseinandersetzung mit dieser Position plädiert der Autor dafür, dass die Auftretensweise der Demagogen auch schon vor dieser angeblichen Zäsur durch eine Inszenierung von Loyalität gegenüber der Polis und dem Volk geprägt war. Zwar besaßen alle Demagogen überdurchschnittliche ökonomische Ressourcen, doch in der politischen Kommunikation betonten sie gerade nicht ihre soziale Überlegenheit, sondern verringerten symbolisch den Abstand zum einfachen Bürger, etwa durch demonstrativen Verzicht auf eine luxuriöse Lebensführung und auf aristokratische Beziehungsnetze. Die politische Ordnung der athenischen Demokratie war eben gerade nicht in die traditionelle Sozialordnung eingebettet, sondern weitgehend von dieser losgelöst. Eine Veränderung trat erst im vorletzten Jahrzehnt des 5. Jahrhunderts ein, als ein Anspruch auf politischen Einfluss zunehmend mit traditionellen aristokratischen Ressourcen begründet wurde; dieser Prozess führte schließlich zum Umsturz von 411.

Geschichte der Antike

Ein Studienbuch

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Author: Hans-Joachim Gehrke,Helmuth Schneider

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 347600497X

Category: History

Page: 621

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Alles Wissenswerte zur Geschichte der Griechen und Römer. Vom Alten Orient bis zur Spätantike zeichnet das anschaulich aufbereitete Studienbuch die politischen, gesellschaftlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen nach. Die Beziehungen der Griechen zum Vorderen Orient und zu Ägypten, die Rolle der Etrusker, der Phönizier und Karthagos erhalten verstärkte Aufmerksamkeit. Neu in der 3. Auflage: Im Text sind jetzt die Quellennummern des ergänzenden Quellenbandes verzeichnet für eine optimale parallele Benutzung! Abgerundet wird das Werk durch den umfangreichen aktualisierten Anhang u. a. mit Zeittafel, Angaben zu Maßen, Geldsystemen und neu: zum Geldwert.

Athenian Empire

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Author: Polly Low

Publisher: Edinburgh University Press

ISBN: 0748631240

Category: History

Page: 368

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In the fifth century BC, the Athenian Empire dominated the politics and culture of the Mediterranean world.This book offers a comprehensive analysis of the history and significance of the Athenian Empire. It starts by exploring possible answers to the crucial questions of the origins and growth of the empire. Subsequent sections deal with the institutions and regulations of empire, and the mechanisms by which it was controlled; the costs and benefits of imperialism (for both rulers and ruled); and the ideological, cultural and artistic aspects of Athenian power. The articles collected here engage with the full range of evidence available--literary, epigraphic, archaeological and art-historical--and offer a compelling demonstration of the range of approaches, and conclusions, for which that evidence allows.