Die Erfindung der Nation

zur Karriere eines folgenreichen Konzepts

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Author: Benedict R. O'G. Anderson

Publisher: N.A

ISBN: 9783593377292

Category:

Page: 306

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Nach Benedict Anderson gibt es keine Nationen, die "Nation" ist eine Erfindung, ein Modell, das nur in bestimmten historischen Konstellationen möglich war. Er löste damit Debatten aus, die bis heute nicht abgeschlossen sind. Beim ersten Erscheinen der deutschen Ausgabe 1988 wurde Anderson vorgeworfen, dass seine Perspektive außereuropäisch und kulturanthropologisch sei. Heute macht gerade das den Reiz des Buches aus.

Die Erfindung der Nation „Schweden“ in der schwedischen Kinderliteratur um 1900

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Author: Vivien Busch

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3668265917

Category: Foreign Language Study

Page: 71

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Masterarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Skandinavistik, Note: 2,4, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Nordische Abteilung), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gemacht, aufzuzeigen, inwiefern Schweden als Nation und als Gesellschaft in der schwedischen Kinderliteratur ‚erfunden‘ – soll heißen konstruiert und erdichtet – wird. Unter Kinderliteratur wird hier jene Literatur verstanden, die sich vornehmlich an junge Leser richtet und speziell für diese geschrieben wurde. Die Literatur spielt eine besondere Rolle in der Prägung einer Nation und ihrer Gesellschaft. Denn bereits lange vor Radio, Fernsehen, Kino und sozialen Netzwerken war es vornehmlich die Literatur, die das Bild einer Gesellschaft und einer Nation abbildete und prägte – in der vorliegenden Arbeit liegt der Fokus auf der schwedischen Nation und ihrer Gesellschaft. Dabei geht es auch um die Frage nach der Identität der schwedischen Gesellschaft. Begrifflichkeiten wie ‚Identität‘, ‚Nation‘ und das Konzept der Nationenbildung sind eng miteinander verzahnt, bedingen sich durchaus gegenseitig und sind nicht immer klar voneinander zu trennen. Typisch schwedisch. Wohl ein Jeder hat eine bestimmte Vorstellung davon im Kopf, was typisch schwedisch ist, wenn er den Namen dieses weiten Landes hört. Schweden, die Nation der blonden Frauen, die Nation mit den roten und gelben Häusern? Das Land der Elche? Obwohl dies plakative Klischees sind, deuten sie dennoch da-rauf hin, dass es bestimmte Vorstellungen von dieser schwedischen Nation geben muss, die viele Menschen – auch diejenigen, die Teil dieser Nation sind – für sich vereinen können. Es ist es nicht leicht herauszufinden, was genau die schwedische Nation ausmacht, wie sie sich formt. Und doch bietet die Frage ein enormes Potential. In die Herausbildung des Gefühls einer Nation spielen sehr viele Faktoren hinein: Prinzipiell führen unzählige geschichtliche, kulturelle, geografische und soziale Voraussetzungen und Faktoren schlussendlich zur Bildung des Bewusstseins einer gemeinsamen Nation und ihrer Identität. Dabei kommt insbesondere heutzutage auch den Medien eine besondere Rolle zu, Lena Kåreland, emeritierte Professorin an der Universität Uppsala, formuliert diesen Umstand folgendermaßen: „Överhuvudtaget formas vår verklighetsbild i dagens samhälle i hög grad av medierna“ (Kåreland 2001, S. 15).

Benedict Anderson. 1996. Die Erfindung der Nation. Zur Karriere eines Erfolgreichen Konzeptes. Frankfurt am Main. Rezension.

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Author: Bojan Kustura

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640908325

Category: Political Science

Page: 4

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Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1.0, Universität Wien (Internationale Entwicklung), Veranstaltung: Internationale Entwicklung im historischen Kontext, Sprache: Deutsch, Abstract: Während eines Studienganges kommen Menschen mit vielen komplexen und schwer zu definierbaren Begriffen literarisch, hermeneutisch und praktisch in Berührung. Ebenso zählen Wissenschafts- und Quellenkritik zu essentiellen Bestandteilen wissenschaftlichen Denkens und Handelns. Das bedeutet Reflexion und kritisches Lesen sind bedingende Prozesse für die Herausbildung einer wissenschaftlichen Urteilskraft. Der Begriff der Nation ist ein komplexer und schwer zu definierbarer. Und das kritische Lesen beeinflusst „Sprache, Denken, Wirklichkeit“ (vgl. Sapir, Whorf; zit. n. Lukas, 2009: S. 160). Im Rahmen unserer Lehrveranstaltung „Internationale Entwicklung im historischen Kontext“ soll dieser, von mir geschriebene Text, beides verbinden. Dazu beschäftige ich mich mit einigen Kapiteln des Buches „Imagined Communities“ von Benedict Anderson.

Die Erfindung der Globalisierung

Entstehung und Wandel eines zeitgeschichtlichen Grundbegriffs

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Author: Olaf Bach

Publisher: Campus Verlag

ISBN: 3593398486

Category: History

Page: 270

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Der Begriff der Globalisierung wird erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verwendet. Wie er entstand und sich im Lauf der Zeit veränderte, vollzieht Olaf Bach hier begriffsgeschichtlich nach. Er zeigt, wann und warum der Terminus zur Beschreibung eines Prozesses plausibel wurde und welche politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Phänomene es damit neu zu begreifen galt. Dabei rekonstruiert er die sozialgeschichtliche, imaginäre und temporale Bedeutung des Begriffs, der unser heutiges Bild der einen Welt, ihres Gewordenseins und ihrer Zukunft prägt.

Die Erfindung der Balkanvölker

Identitätspolitik zwischen Konflikt und Integration

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Author: Sabine Riedel

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 9783322809704

Category: Political Science

Page: 386

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Diese vergleichende Analyse von zehn Konfliktherden in Südosteuropa (u.a. Bosnien-Hercegovina, Kosovo, Republik Makedonien) belegt, dass die beteiligten ethnischen Identitäten das Resultat unserer Moderne sind. Mit Hilfe der Methode der Dekonstruktion zeichnet das Buch deren Entstehungsgeschichte nach und diskutiert dabei die Konfliktdimension ethnischer Proporzsysteme. Dem gegenüber steht als Alternative die integrative Kraft des politischen Nationsmodells eines ethnisch neutralen Verfassungsstaats.

Johanna

oder die Erfindung der Nation

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Author: Felix Mitterer

Publisher: Haymon Verlag

ISBN: 3709976618

Category: Drama

Page: 96

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Im Jahr 1429 hört ein jungfräuliches Bauernmädchen Stimmen, die ihm auftragen, das vom Feind bedrohte Vaterland zu retten. Das Mädchen geht zum mutlosen König, rüttelt ihn auf, setzt sich an die Spitze der Truppen und besiegt den Feind. Das Volk betet das Hirtenmädchen an. Legenden verbreiten sich. Dem König wird das langsam lästig. Dann verliebt sich die Jungfrau und verliert ihre Kraft. Sie wird gefangengenommen, an den Feind verkauft und wegen Hexerei zum Tode verurteilt. 17 Jahre alt war sie, als sie von ihrem Dorf aufbrach, mit 19 ist sie verbrannt zu Asche. Im Jahre 2001 kommt Johanna wieder. Erneut ist das Vaterland zu retten, die Nation. Vor wem, wovor? Was sagt der 'König', was sagt das Volk? Erkennt man die Retterin, und vor allem: wer erkennt sie? Wer steht ihr zur Seite, wer folgt ihr nach? Wem folgt sie nach? Siegt sie erneut? Wird sie erneut getäuscht? Muß sie wieder sterben? Auf diese aktuellen Fragen sucht Felix Mitterer in seinem neuen Stück, das am 12. Jänner 2002 am Salzburger Landestheater uraufgeführt wird, eine Antwort. In der Buchausgabe wird der Text des Stücks ergänzt durch eine knappe Abhandlung über die Figur der Jeanne d'Arc und den mit ihr verbundenen Mythos in der Literatur.

Nationale Mythen - kollektive Symbole

Funktionen, Konstruktionen und Medien der Erinnerung

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Author: Klaudia Knabel,Dietmar Rieger,Stephanie Wodianka

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

ISBN: 9783525355817

Category: History

Page: 289

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Papers from a conference of the same name held 26-27 April 2002 in the G'astehaus der Justus Liebig-Universit'at Giessen.

Die konstruierte Nation und ihre Manifestierung im Fuáball: Die Verbindung von Nationsvorstellung und Fuáball bei der Weltmeisterschaft 1974

Ein Vergleich zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland

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Author: Dennis Mitteregger

Publisher: Diplomica Verlag

ISBN: 384285773X

Category: History

Page: 138

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Durch die nationale Symbolik im Rahmen von professionellen Fußballveranstaltungen, die nationalstaatliche Organisation von Fußball sowie viele andere Aspekte dieses Sports wird Nation durch den Fußball performant. Die Bezeichnungen der Fußballberichterstattung - wie etwa: "Gerd Müller - der Bomber der Nation" - kodieren den Sport national. Die vorliegende Untersuchung analysiert und vergleicht die Verbindung von Fußball und Nation an den Beispielen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bei der Fußballweltmeisterschaft 1974. Dazu werden die Nationsvorstellungen der beiden Staaten, die von offizieller politischer Seite in der Zeit der WM demonstriert wurden, abgeglichen mit den Nationsbildern, die im Zuge der WM vermittelt wurden. Die Fragestellungen lauten: Wurden die von staatlicher Seite vermittelten Nationsvorstellungen der BRD und DDR im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 1974 deutlich? Welche Nationsvorstellungen der BRD und DDR wurden bei der WM 1974 deutlich, und stimmten sie mit der jeweiligen politischen Nationsvorstellung überein? Es wird gefragt, ob die Merkmale, die der BRD und DDR von ihrer jeweiligen politischen Führung als "nationsdefinierend" zugewiesen wurden, auch während der WM 74 betont wurden. Um diese Fragestellung bearbeiten zu können, muss zunächst ein Analyseraster als Grundlage eines fundierten Vergleichs entwickelt werden. Im Anschluss werden die west- und ostdeutschen Nationsvorstellungen, die von staatlicher Seite demonstriert wurden, analysiert und zusammengefasst. Hierbei interessiert vor allem die Besonderheit, inwiefern die beiden "deutschen" Staaten sich als "deutsche" Nation definierten. Das Nationsbild, das im Zuge der WM 74 vermittelt wurde, wird abschließend anhand von Quellen untersucht, die sich den Mediatoren - "Fußballberichterstattung", "Organisation" und "Spieler/ Trainer" - zuordnen lassen.

Die Nation Bei Benedict Anderson

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Author: Benjamin Triebe

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640155203

Category:

Page: 32

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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Institut fur Politikwissenschaft), Veranstaltung: Nationalismus, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Europa hat einen neuen Staat. Die Abgeordneten des Kosovo beschlossen am Sonntagnachmittag in Pristina per Akklamation die Unabhangigkeit der sudserbischen Provinz."1 Mit Protesten vor franzosischen Supermarkten und diplomatischen Einrichtungen haben Chinesen in den vergangenen Tagen gegen die Unabhangigkeit Tibets und eine angebliche Unterstutzung franzosischer Unternehmen fur exiltibetische Gruppen protestiert."2 - Der Kampf um staatliche Selbstbestimmung spielt im Jahr 2008 in der Berichterstattung uber die internationale Politik offensichtlich einmal mehr eine wichtige Rolle. Aber egal ob es um das Selbstbestimmungsrecht des Kosovo gegenuber Serbien oder Tibets gegenuber China geht, hintergrundig haben solche Schlagzeilen immer auch ein Phanomen zum Thema, das im Alltagsbewusstsein und in der medialen Offentlichkeit - also abseits von wissenschaftlichen Diskursen - als weitgehend selbstverstandlich wahr- und hingenommen wird. Gemeint ist hier das Konzept der Nation, durch das sich viele Menschen fraglos einer bestimmten sozialen Gemeinschaft zuordnen. Zudem lasst sich der moderne Staat der Neuzeit als starkes soziales Organisationsprinzip kaum ohne die Nation denken. Und selbst wenn momentan uber einen zunehmenden Wandel national verfasster Staatlichkeit spekuliert wird, so orientiert sich ein Grossteil der Welt heute weiterhin am Vorbild des starken Nationalstaats, wie er in seiner Blutezeit in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts vorkam.3 Das damit verbundene Bild von Frieden, allgemeiner wirtschaftlicher Prosperitat und sozialer Sicherheit mag neben der politischen Selbstbestimmung auch ein Motiv fur bestimmte Gruppen von Menschen sein, einen eigenen Staat oder zumindest mehr staatliche A

Nation“ und „Nationalismus“ in der Theorie gemäß Benedict Anderson und Abigail Green sowie die praktische Anwendung auf den Hermannsmythos im Deutschland des 19. Jahrhunderts

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Author: Viktoria Schweiger

Publisher: Viktoria Schweiger

ISBN: N.A

Category:

Page: N.A

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Die Begriffe „Nation“ und „Nationalismus“ geben seit dem 19. Jahrhundert Anlass zu vielfältigen Diskussionen, Abhandlungen, Typologisierungen und Anwendungen auf unterschiedliche Gruppen und Territorien. All diese Ausführungen zeigen, dass die beiden Begriffe, so inflationär sie teilweise auch verwendet werden, alles andere als einheitlich definiert sind. Die, um auf die Semiotik de Saussures zurückzugreifen, Zeichen wurden in Abhängigkeit von den sozialen Gruppierungen, welche sie verwendeten, deren historischen Gegebenheiten, sowie Funktionen und Motiven mit unterschiedlichen Bedeutungen gefüllt. Die vorliegende Seminararbeit kann daher keine vollständige Abhandlung über die Forschung zu diesen Bereichen liefern. Aus diesem Grund wird nach einem groben Abriss der Forschungsgeschichte lediglich auf die Position von Benedict Anderson sowie dessen Adaption durch Abigail Green vertiefend eingegangen. Im Anschluss soll gezeigt werden, wie sich der Mythos des Cheruskerfürsten Hermann und seine Rezeption zur Reichgründungszeit in Deutschland in die dargestellten theoretischen Grundlagen einfügt.

Die Erfindung des Terrorismus in Europa, Russland und den USA 1858-1866

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Author: Carola Dietze

Publisher: Hamburger Edition HIS

ISBN: 3868546634

Category: History

Page: 752

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Genau wie die Eisenbahn ist der Terrorismus eine Erfindung der europäisch-amerikanischen Welt des 19. Jahrhunderts. Dieses Buch benennt die Erfinder und beschreibt die Wechselwirkung zwischen Tat, Politik und medialer Öffentlichkeit. Anders als in den letzten Jahren oft suggeriert, ist Terrorismus ein Produkt der Moderne: Die Taktik des Terrorismus entstand im Anschluss an die großen Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts mit der Entwicklung von Massenmedien und Öffentlichkeit. Carola Dietze identifiziert fünf Erfinder des Terrorismus. Sie schildert anschaulich deren politische Verortung und lebensgeschichtlichen Weg, der zu den terroristischen Taten geführt hat. Der Italiener Felice Orsini verübte im Zuge seines Kampfes für die italienische Einheit und Demokratie 1858 ein Bombenattentat auf den französischen Kaiser Napoleon III., das in ganz Europa und den USA eine Sensation war. In den USA verfolgte John Brown, der für die Emanzipation der Sklaven kämpfte, die Berichterstattung über Orsinis Gewalttat und übernahm die Taktik. Sein Überfall auf Harpers Ferry 1859 markiert den Entstehungsmoment des Terrorismus. In Deutschland versuchte Oskar Becker mit einem Attentat auf Wilhelm I., die Tat Orsinis nachzuahmen. John Wilkes Booth und Dmitrij Vladimirovič Karakozov orientierten sich bei ihren Anschlägen auf Präsident Abraham Lincoln und Zar Aleksandr II. 1866 dagegen primär an John Brown. Carola Dietze zeichnet die Transfer- und Rezeptionsprozesse zwischen Europa, Russland und den USA nach und schildert die Erfindung des Terrorismus, der als (gegen-)revolutionäre Taktik 1866 fertig ausgebildet war und seitdem nur noch technisch abgewandelt wird

Die Erfindung Japans

kulturelle Wechselwirkung und nationale Identitätskonstruktion

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Author: Shingo Shimada

Publisher: Campus Verlag

ISBN: 9783593382241

Category: Europe

Page: 232

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Nation und Differenz

Probleme des Nationalismus in der Postmoderne

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Author: Ralf Beckendorf

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640593898

Category:

Page: 20

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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 1,3, Universitat Leipzig (Institut fur Romanistik), Veranstaltung: Einfuhrung in die Cultural Studies, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Kulturwissenschaftler Benedict Anderson hat in seinem Werk Die Erfindung der Nation - zur Karriere eines folgenreichen Konzeptes" die Entstehung des Nationalismus mit dem Aufkommen des Buchdruckes und der Durchsetzung der einzelnen Landessprachen Europas gegenuber dem Lateinischen in Verbindung gebracht. Auch sieht Anderson die Wurzeln des Nationalismus in den vergangenen Dynastien Europas. Die Verbreitung der einzelnen Landessprachen in Europa fand vor allem im 16. und 17. Jahrhundert statt. In Deutschland lasst sich die Durchsetzung der Landessprache Deutsch gegenuber dem Lateinischen mit der Reformation in Verbindung bringen. Martin Luther hatte seine Thesen im Jahre 1517 in deutscher Sprache an die Kirchentur von Wittenberg genagelt. An dem Beispiel Martin Luthers lasst sich, durch die Verbindung von Buchdruck und der Durchsetzung der Landessprachen, der Beginn nationalen Denkens veranschaulichen. Durch den Buchdruck gelang es, eine grossere Zahl von Lesern zu erreichen und durch das Drucken von Buchern in den jeweiligen Landessprachen konnten noch weitere Leser, und damit auch potentielle Buchkaufer, erreicht werden. Literatur wurde damit zuganglicher gemacht, da nun auch Frauen und Menschen von niedrigem Bildungsstand, welche in vielen Fallen dem bis dahin vorherrschenden Lateinischen nicht machtig waren, in die Lage versetzt wurden Bucher zu lesen. Auf diesem Wege wurde nicht nur die Bildung eines nationalen Denkens, aufgrund der gemeinsamen Sprache, gefordert, sondern auch der gesamte Propagandakrieg zwischen der katholischen Kirche und dem neuen Protestantismus ausgetragen. ...] Wie man verschiedenen Quellen entnehmen kann, zeichnet sich die Moderne durch ihre Differenzierung und ihre daraus resultierende Abgegrenz"

Museum-Spiegel der Nation?

Zugänge zur historischen Museologie am Beispiel der Genese von Landes- und Nationalmuseen in der Habsburgermonarchie

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Author: Marlies Raffler

Publisher: Böhlau Verlag Wien

ISBN: 9783205777311

Category: Museums

Page: 386

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Die Politik der Nation

Deutscher Nationalismus in Krieg und Krisen 1760 bis 1960

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Author: Jörg Echternkamp,Oliver Müller

Publisher: Oldenbourg Verlag

ISBN: 3486594516

Category: History

Page: 302

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Die Nation ist eine kulturelle Konstruktion, der deutsche Nationalismus ein modernes politisches Phänomen: So lautet der gemeinsame Ausgangspunkt der Beiträge, die den Bogen über 200 Jahre deutscher Geschichte spannen. Renommierte Historikerinnen und Historiker zeigen für die Zeit zwischen dem Siebenjährigen Krieg und der Nachkriegszeit nach 1945, wie die deutsche Nation unter den jeweiligen Bedingungen entworfen wurde und welche unterschiedlichen, ja gegensätzlichen politischen Bedeutungen "Volk" und "Vaterland" jeweils erhielten - auch innerhalb desselben Zeitraums. Es wird deutlich, wie sehr politische Herrschaft, besonders in Phasen gewaltsamer Konflikte, der Legitimation durch die Nation bedurfte oder durch den Rückgriff auf nationale Deutungsmuster in Frage gestellt wurde. Aus dem Inhalt Vorwort Jörg Echternkamp und Sven Oliver Müller, Perspektiven einer politik- und kulturgeschichtlichen Nationalismusforschung. Einleitung Ute Planert, Wann beginnt der »moderne« deutsche Nationalismus? Plädoyer für eine nationale Sattelzeit Andreas Etges, Von der »vorgestellten« zur »realen« Gefühls- und Interessengemeinschaft? Nation und Nationalismus in Deutschland von 1830 bis 1848 Hedda Gramley, Christliches Vaterland - einiges Volk.. Zum Protestantismus und Nationalismus von Theologen und Historikern 1848 bis 1880 Vito F. Gironda, Linksliberalismus und nationale Staatsbürgerschaft im Kaiserreich: Ein deutscher Weg zur Staatsbürgernation? Peter Walkenhorst, Der »Daseinskampf des Deutschen Volkes«: Nationalismus, Sozialdarwinismus und Imperialismus im wilhelminischen Deutschland Sven Oliver Müller, Die umkämpfte Nation. Legitimationsprobleme im kriegführenden Kaiserreich Sven Reichardt, »Märtyrer« der Nation. Überlegungen zum Nationalismus in der Weimarer Republik Hans-Ulrich Wehler, Radikalnationalismus und Nationalsozialismus Jörg Echternkamp, »Verwirrung im Vaterländischen«? Nationalismus in der deutschen Nachkriegsgesellschaft 1945-1960 John J. Breuilly, Nationalismus als kulturelle Konstruktion: Einige Überlegungen Jörg Echternkamp und Sven Oliver Müller, Auswahlbibliographie: Deutscher Nationalismus vom 18. zum 20. Jahrhundert